Die Sommermonate 2008 zählten ja nicht gerade zu den sonnenreichsten. Trotzdem stiessen wir mit unseren Erlebnissonntagen, die jeweils am ersten Sonntag im Juni, Juli, August, September und Oktober stattfanden, auf enorm grosses Interesse. Die Besucher kamen scharenweise, um nach den Resten längst ausgestorbener Lebewesen zu suchen. Mit Hammer und Meissel wurden Steinbrocken auf dem Klopfplatz aufgeschlagen und der Inhalt nach verborgenen Fossilienresten untersucht. Neugierige Kinderaugen entdeckten die Vielfalt der einstigen Meeresfauna und steckten mit ihrer Begeisterung die Eltern an. Diese holten dann bei den Helfern vom Geologisch- Paläontologischen Arbeitskreis Frick die nötigen Informationen über Ammoniten, Belemniten, Muscheln, Schnecken etc. Anhand von einem vereinfachten Profil über die Abfolge der einzelnen Ablagerungsschichten der Tongrube konnten sich die Besucher ein Bild über die etwa 40 Millionen Jahre dauernden Ablagerungen, zwischen der oberen Trias vor 215 Millionen Jahren, bis in die Jurazeit vor 175 Millionen Jahren, im Aufschluss der Gruhalde machen.
Das Arbeiten mit Hammer und Meissel macht natürlich durstig und hungrig. Darum war zur Mittagszeit jeweils der Besuch im „Wälchligarten“ angesagt, wo das Grillfeuer zum braten der mitgebrachten „Fressalien“ bereit stand und die gedeckten Sitzplätze zur gemütlichen Rast einluden. Viele Fossilienjäger erwiesen sich als wahre *****Fünf-Sterne-Grillkünstler.
Nach der Mittagsrast war natürlich wieder die schweisstreibende Arbeit mit Hammer und Meissel angesagt. Nach und nach verliessen die einzelnen Familien die Gruhalde mit strahlenden Kindern, welche mit Versteinerungen gefüllte Taschen abtransportierten. Einige krönten den Tag noch mit dem Besuch im Sauriermuseum. Diese Kinder werden sich noch lange an die Infosonntage 2008 erinnern. Wer weiss, vielleicht erwächst so eine neue Generation von Fossiliensammlern.
Am Oktober-Infosonntag konnten die Besucher auch die Sauriergrabung 2008, die von Ben Pabst durchgeführt wurde, besichtigen. Das war für die Gäste natürlich zusätzlich ein ganz einmaliges Erlebnis.
M.T.
PDF mit Fotos